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Geschichte des Lehrstuhles für Anatomie in Kraków

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Zdjęcie budynku Katedry Anatomii CM UJDie Entstehung des Lehrstuhles für Anatomie, gestiftet durch den Jan Zemelka, datiert im Jahr 1602. Die Tätigkeit der Krakauer Anatomie beginnt jedoch erst 13 Jahre später – im Jahr 1615, als die Leitung durch Maciej Wojeński übernommen wurde. Seit Beginn ist sie mit der ältesten polnischen Universität – der Jagiellonischen Universität, verbunden,

Es ist schwierig festzustellen, wo Anatomie damals unterrichtet wurde – die Informationen darüber sind sehr spärlich und ungenau. Es ist bekannt, daß anfangs die Anatomie gemeinsam mit Physiologie und Allgemeinmedizin, unterrichtet wurde. In der Geschichte der Anatomie gab es Zeiten, wo es Mangel an Lehrkräften oder auch Studenten gab, und auch – mehrmals – Platzmangel für die Abhaltung von Vorlesungen, Übungen und Übungen im Sektionssaal. Seit etwa 1780 wurden die Vorlesungen in Anatomie im Kollegium der Heiligen Barbara am Mały Rynek (Kleiner Markt) abgehalten. Zu dieser Zeit wurden auch Übungen im Sektionssaal an menschlichen Leichen eingeführt, wodurch die bisherigen Übungen an Tieren, ersetzt wurden. Das Jahr 1780 ist auch das Jahr der Gründung des Museums für Anatomie, das damals als Anatomisches Kabinett bezeichnet wurde. In den nächsten Jahren wurden die Vorlesungen in Anatomie in das Gebäude Collegium Physicum an der Ecke der Straßen Heilige Anna und Jagiellońska, verlegt. Im Jahr 1868, nach Gründung der Abteilung für Physiologie, wird Anatomie ein gesondertes Unterrichtsfach.

Das derzeitige Gebäude der Beschreibenden Anatomie an der Mikołaja Kopernika-Str. wurde in den Jahren 1869 – 1872 erbaut. Den Entwurf des Gebäudes schuf Ludwik Teichmann.
Anfangs war es ein einstöckiges Gebäude mit einem Vorlesungssaal für 200 Personen,
das zusätzlich Museumssäle besaß und auch Räume für die Professoren, Assistenten und Gehilfen. Schon zur damaligen Zeit wurde am Vordergiebel die Inschrift: „THEATRUM ANATOMICUM”, angebracht.

Während des zweiten Weltkrieges wurde Anatomie bei geschlossenem Sektionssaal und ohne Zugang zu Leichen geheim unterrichtet. Im Jahr 1945 wurden die Lehrveranstaltungen in einem provisorischen Sektionssaal wieder aufgenommen, der im Vorlesungssaal eingerichtet wurde. In der Nachkriegszeit begann der Ausbau der Fakultät – es wurde ein zweiter Stock geschaffen, eine Anzahl neuer Räume, auch wurden eine zentrale Heizungsanlage und eine entsprechende Beleuchtung der Räume eingeführt. Das modernisierte Gebäude wurde 1956 in Betrieb genommen. In den letzten Jahren wurde es gründlich renoviert. Die didaktische Tätigkeit wurde reorganisiert durch Einführung von Computertechniken im Lehrprozess. Gleichzeitig pflegt die Fakultät die jahrhunderte lange Tradition des Lehrens des Faches in den Sälen des Sektionssaales weiter.

Biografien der Leiter des Lehrstuhls für Anatomie

* Maciej Wojeński (? - 1648). Er absolvierte das Ärztestudium in Kraków, er erhielt zwei Doktortitel: im Jahr 1609 in der Philosophie und im Jahr 1613 in der Medizin; dreimal fungierte er als Rektor der Jagiellonischen Universität.

* Piotr Mucharski (1589-1666). Studierte Medizin in Kraków und in Italien; das Diplom des Arztes erhielt er in Padua im Jahr 1619.

* Gabriel Ochocki (? - 1673). Wissenschaftliche Grade in der Philosophie erlangte er in den Jahren 1620 – 1622; den Titel des Bakkalaureates in der Medizin erhielt er im Jahr 1628, das Diplom des Doktors der Medizin im Jahr 1629; viermal fungierte er als Rektor der Jagiellonischen Universität.

* Jacek Łopacki (1620-1702). Die Grade der Philosophie erlangte er in den Jahren 1650 und 1642, er studierte in Padua, wo er den Titel des Doktors der Medizin erhielt.

* Jan Zajączkowicz (? - 1717). Er studierte Philosophie in Kraków und Medizin im Ausland

* Stanisław Wadowski (1712-1769). Er studierte Philosophie in Kraków und Medizin in Rom; philosophische Grade erhielt er in den Jahren 1731 – 1732; den Titel des Doktors der Medizin im Jahr 1750.

* Jan Camelin (? - 1774). Er studierte Philosophie und Medizin in Kraków; die Titel des Magisters der Philosophie und der Doktors der Medizin wurden 1744 erlangt.

* Andrzej Badurski (1749-1789). Er studierte Medizin in Bologna, nach Erlangung des Doktortitels kehrte er nach Kraków zurück; er bearbeitete einen Entwurf der Einrichtung der Fakultät für Anatomie und vermerkte die Notwendigkeit der Gründung eines Sektionssaales und eines Museums für Anatomie.

* Rafał Czerwiakowski (1743-1816). Er studierte Medizin in Rom; den Titel des Doktors der Medizin erlangte er im Jahr 1776; im Jahr 1779 wurde er Professor für Anatomie, Chirurgie und Geburtshilfe; er führte Sektionen von Leichen und Übungen im Sektionssaal in den Lehrunterricht der Anatomie ein und trug dazu bei, daß ein Museums für Anatomie entstand (das s.g. Anatomische Kabinett)

* Wincenty Szaster (1757-1816). Er absolvierte sein Studium im Ausland. Der Titel des Doktors wurde ihm in Bologna im Jahr 1778 verliehen, danach weilte er in Paris; nach der Rückkehr in die Heimat wurde er zum Professor für Anatomie und Physiologie ernannt (1782); er führte die Arbeiten im Bereich der Sammlungen des Anatomischen Museums weiter – Mazerieren von Knochen, Darstellung der Gefäße, Konservierung von Leichen in Spiritus.

* Alojzy Vetter (1756-1806). Studium in Wien.

* Jan Stummer (1784-1845). Er studierte Medizin in Kraków, den Doktortitel erlangte er in Kraków im Jahr 1808.

* Józef Kozłowski (? - 1856). Er studierte Medizin in Kraków, den Doktortitel erlangte er im Jahr 1813.

* Antoni Kozubowski (1805-1880). Er studierte Medizin in Warschau, Kraków, Breslau, Dresden und Würzburg, den Doktortitel der Medizin erlangte er im Jahr 1833; leistete einen wichtigen Beitrag zum Ausbau des Museums für Anatomie.

* Ludwik Teichmann (1823-1895). Die ärztliche Ausbildung beendete er in Göttingen im Jahr 1855 und erlangte die Titel des Doktors der Medizin, der Chirurgie und der Geburtshilfe; er befasste sich mit der Untersuchung des lymphatischen Systems, der Verbesserung der Methodik von anatomischen Untersuchungen (Mazerieren, Korrosion, Konservierung von Gehirnen, Abdruckmasse) und der Methode der Auffindung von Blutkristallen (Hemin); er war Dekan der Ärztefakultät, Vizepräses der Akademie der Künste, Direktor der Fakultät für Mathematik-Naturwissenschaften, Vorsitzender der Sektion für Anthropologie, darüber hinaus amtierte er als Rektor der Jagiellonischen Universität.

* Kazimierz Kostanecki (1863-1940). Das Studium der Medizin beendete er in Berlin 1890; er erlangte die Titel des Doktors der Medizin und der Chirurgie. 1844 wurde er zum ordentlichen Professor ernannt, er befasste sich mit den Problemen der Embriologie (Mechanik des Wachsens, künstliche Parthenogenese, Organogenese); er organisierte an der Fakultät für Anatomie zwei Labors: für Neurologie und für Mechanik des Wachstums, den bisherigen Lehrunterricht erweiterte er um die Bereiche der Embryologie und Vergleichende Anatomie, er führte Seminare ein und übte folgende Funktionen aus: Dekan der Ärztefakultät (1897/1898), Prodekan (1906), Rektor (1913-1916) und bekleidete viele andere Posten; mehrmals erhielt er die Ehre des Doktor honoris causa der Jagiellonischen Universität, in Wilno, Genf und Padua.

* Zygmunt Szantroch (1894-1940). Das Studium der Medizin beendete er im Jahr 1928 und erlangte den Titel des Doktors der Medizin; zum außerordentlichen Professor wurde er 1936 ernannt, er befasste sich mit der Untersuchung des Nervensystems (hauptsächlich mit dem autonomischen), dem Inhalt und Verteilung von Fett im menschlichen Körper und den Problemen der Teratologie; er entwickelte und perfektionierte die Methoden der mikroskopischen Untersuchungen und die Herstellung von anatomischen Präparaten.

* Tadeusz Rogalski (1881-1957). Er studierte Medizin in den Jahren 1901 – 1908; erlangte den Titel des habilitierten Doktors im Jahr 1925; Im Jahr 1936 wurde er als außerordentlicher Professor der Anatomie ernannt, er befasste sich mit der Untersuchung des Nervensystems und der angewandten Anatomie; er unternahm den Ausbau des Betriebes der Anatomie und schrieb ein Lehrbuch für Studenten; er fungierte als erster Rektor der Medizinischen Akademie.

* Janina Sokołowska–Pituchowa (geb. 1915). Sie erlangte den Titel des Arztes im Jahr 1939 in Lemberg; den Titel des Doktors der medizinischen Wissenschaften im Jahr 1946, sie erlangte den Titel des habilitierten Doktors im Jahr 1960, 1967 wurde sie zum außerordentlichen Professor ernannt, im Jahr 1974 zum ordentlichen Professor. Sie befasste sich hauptsächlich mit der Organogenese (der regelrechten und der pathologischen), mit der Angiologie und der Geschichte der Medizin; sie modernisierte das Programm der didaktischen Übungen (in klinischer Richtung), erstellte Vorlesungsskripten für Studenten und nahm regen Anteil an der Reform des Medizinstudiums. Außerdem erstellte sie ein Programm für die ersten Studienjahre; sie übte die Funktion des Prodekans aus (1962-1968).

* Tadeusz Radecki (?-2005). Prof. Dr. hab. Tadeusz Radecki – Direktor des Instituts für Biologie-Morphologie und Topographie in den Jahren 1986 – 1992, Leiter des Lehrstuhls für beschreibende Anatomie der Ärztefakultät der Medizinischen Akademie in Kraków. Verfasser von Vorlesungsskripten und Lehrprogrammen aus den Bereichen der Physiologie, nahm regen Anteil an den Postdiplomschulungen, Autor von wissenschaftlichen Abhandlungen, veröffentlicht in Zeitschriften für Physiologie und Gastroenterologie im Lande und im Ausland. Er war Vizepräses und Mitglied der Krakauer Niederlassung der Polnischen Gesellschaft für Physiologie.

* Andrzej Skawina (1934-2002). Das Diplom des medizinischen Studiums erlangte er 1959 in Krakau, 1978 erhielt er den Titel des Doktors der medizinischen Wissenschaften, den Titel des Professors der medizinischen Wissenschaften erhielt er im Jahr 2000; er befasste sich hauptsächlich mit der Untersuchung des Gefäßsystems, mit Myologie sowie Osteologie; er trug zur Instandsetzung des Museums für Anatomie und des Lehrsaales des Lehrstuhls für Anatomie bei, er stattete den Betrieb mit modernen Lehrmitteln aus und erstellte Vorlesungsskripte für Studenten.

* In 2002 leitete zunächst Janusz Gorczyca (geb. 1949) die Abteilung komissarisch.

* 2002-2008 - Wojciech Nowak (geb. 1949) - studierte im Zeitraum 1968-1974 an der Ärztefakultät der Medizinischen Akademie namens Mikołaj Kopernik in Kraków und erlangte den Titel des Arztes der Medizin, Spezialist für allgemeine Chirurgie des I Grades (1977) und des II Grades (1984), wissenschaftlicher Mitarbeiter des I Lehrstuhls für allgemeine Chirurgie des UJ CM, Spezialist der Wojewodschaft im Bereich der klinischen Transplantologie, Prodekan und danach Dekan der Ärztefakultät von UJ CM, Prorektor des Collegium Medicum der Jagiellonischen Universität. Mitglied zahlreicher polnischer und ausländischer wissenschaftlicher Gesellschaften. Als Leiter des Lehrstuhls für Anatomie des UJ CM im Zeitraum 2002 – 2008. Trug er zum Aufblühen der Krakauer Anatomie durch Modernisierung und Restauration des Gebäudes der Fakultät, Einführung in den Unterricht von multimedialen Techniken, Integration klinischer Übungen mit Arbeiten von grundlegendem Charakter bei, außerdem erlangte er zahlreiche Erfolge beim restituierten Landeswettbewerb für Anatomie für Studenten „Scapula Aurea“. Er war Betreuer der abgeschlossenen Doktorarbeit aus dem Bereich der Anatomie (Dr. K. Kulka) und eines Promotionsverfahrens auch im Bereich der Anatomie (Dr. hab. J. Walocha). Außerdem wurden während seiner Amtszeit weitere fünf Promotionsverfahren eröffnet.

* ab 2009 Jerzy A. Walocha (geb. 1966 )

Chronologische Zusammenstellung der Leiter des Lehrstuhls für Anatomie:

1. 1602 – Gründung des Lehrstuhls – kein Leiter
2. 1615 – Maciej Wojeński
3. 1650 – Piotr Mucharski
4. ....... – Gabriel Ochocki
5. 1658 – Jacek Łopacki
6. 1703 – Jan Zajączkowicz
7. 1750 – Stanisław Wadowski
8. 1761 – Jan Camelin
9. 1770 – Andrzej Bandurski
10. 1779 – Rafał Czerwiakowski
11. 1782 – Wincenty Szaster
12. 1803 – Alojzy Vetter
13. 1806 – Innocenty Neumann
14. 1809 – Jan Stummer
15. 1817 – Józef Kozłowski
16. 1835 – Antoni Kozubowski
17. 1868-1894 – Ludwik Reichmann
18. 1894-1935 – Kazimierz Kostanecki
19. 1935-1939 – Zygmunt Szantroch
20. 1939-1945 – Zeitraum des Krieges
21. 1945-1957 – Tadeusz Rogalski
22. 1958-1961 – kein Leiter
23. Kommissarische Leitung Jan Kuś, Kurator Marian Wilczek
24. 1961-1985 – Janina Sokołowska-Pituchowa
25. 1985-1992 – Tadeusz Radecki
26. 1992-2002 – Andrzej Skawina
27. Kommissarische Leitung: Janusz Gorczyca
28. 2002-2008 – Wojciech Nowak
29. Seit 2009 – Jerzy A. Walocha

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